Das Projekt Millennium trifft sich in Österreich zum Thema grenzüberschreitende eurasische organisierte Kriminalität.

SALZBURG, Österreich – Experten für organisierte Kriminalität forderten auf einem INTERPOL-Treffen einen verstärkten Datenaustausch über hochrangige eurasische Gangmitglieder, um die von ihnen ausgehenden grenzüberschreitenden Sicherheitsbedrohungen besser bewältigen zu können.

Das dreitägige Projekt Millennium-Arbeitsgruppentreffen (2. – 4. April) versammelte mehr als 60 Teilnehmer aus 26 INTERPOL-Mitgliedsländern und wurde vom österreichischen Bundesministerium des Innern ausgerichtet. Es wurde vom Abteilungsleiter für allgemeine und organisierte Kriminalität des Ministeriums, Andreas Holzer, eröffnet.

Das INTERPOL-Projekt Millennium wurde entwickelt, um Ländern dabei zu helfen, die Menschen und Netzwerke zu identifizieren, die hinter der transnationalen organisierten Kriminalität in Eurasien stehen. Zu diesem Zweck bot das Salzburger Treffen den Ermittlern die Gelegenheit, ihre Erfahrungen auszutauschen, Informationen auszutauschen und aufkommende Kriminalitätstrends und Vorgehensweisen zu identifizieren.

Während das Project Millennium-Team einen Überblick über die aktuellen Aktivitäten des Projekts gab, befürworteten die Teilnehmer des Treffens eine Reihe wichtiger Initiativen zur Verbesserung der Effizienz und Zusammenarbeit zwischen Ermittlern, nationalen Strafverfolgungsbehörden, den INTERPOL National Central Bureaus und dem INTERPOL-Generalsekretariat.

Das Treffen befürwortete andere Maßnahmen, um:

  • Erweitern Sie die in den Criminal Analysis Files (CAF) des Projekts gespeicherten Informationen, wobei Sie sich insbesondere auf hochrangige kriminelle Führer und deren kriminelle Netzwerke konzentrieren
  • Aufbau, Erleichterung und Pflege professioneller gegenseitiger Kontakte zu Experten auf diesem Gebiet und innerhalb einer Arbeitsgruppe zur grenzüberschreitenden eurasischen organisierten Kriminalität
  • Erstellung und Veröffentlichung von Analyseberichten, um ein klares und globales Bild der Aktivitäten hochrangiger krimineller Führer durch die Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten zu erhalten.

Die Teilnehmer des Treffens wurden auch über das Projekt Millennium Visual Interface 2.0 informiert, eine neue Webdienstlösung, die speziell entwickelt wurde, um die Mitgliedsländer bei der Bekämpfung der grenzüberschreitenden eurasischen organisierten Kriminalität zu unterstützen. Die neue Plattform bietet eine erneuerte Schnittstelle mit verbesserten Analysetools für Kriminalanalytiker und Ermittlungsteams und fördert den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten.

Frühere Arbeitsgruppentreffen wurden in Lemberg, Ukraine (22. – 24. Mai 2018), Moskau, Russland (20. – 21. Juni 2017) und Tiflis, Georgien (13. – 15. September 2016) organisiert.

Die Teilnehmer des INTERPOL-Treffens vertraten Andorra, Österreich, Aserbaidschan, Tschechische Republik, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Georgien, Deutschland, Griechenland, Italien, Irland, Japan, Lettland, Moldawien, Portugal, Russland, die Slowakei, Spanien, Schweden und die Schweiz , Vereinigte Arabische Emirate, Ukraine, Vereinigtes Königreich und USA sowie Europol.

Quelle: https://www.interpol.int/News-and-Events/News/2019/Transnational-Eurasian-crime-focus-of-INTERPOL-meeting